Aktuelle Top Artikel:

Südamerika: Die schönsten Städte und Orte (für Rucksackreisen)

Südamerika ist ein Kontinent, der noch immer voller Geheimnisse steckt und diese lassen sich auf einer Rucksackreise am besten entdecken. ...

Mehr lesen

Reisetipps für Touren im Outback von Australien

Um sich auf die Reise ins Australische Outback zu begeben, sind ein wenig Abenteuerlust, Freude an der Natur und die ...

Mehr lesen

Malaysia: Tipps zum neuen Backpacking-Land

Malaysia ist selbst für Backpacker-Einsteiger leicht zu bereisen. Durch einen regen bestehenden Tourismus gibt es eine sehr gute Infrastruktur mit ...

Mehr lesen

Backpacking Urlaub für Anfänger: Das solltet Ihr wissen!

Backpacking Urlaub ist mit Sicherheit eine Art von Urlaub, die nicht jedermanns Sache ist, doch auch eine Pauschalreise ins Hotelresort mit „all inclusive“ gefällt nicht allen, da hier gerade die Individualität und das Abenteuer fehlen. Des Weiteren bietet Backpacking auch die Möglichkeit, mit relativ geringem finanziellen Aufwand, möglichst lange Urlaub in einem Land, Region oder gar auf einem ganzen Kontinent genießen zu können. Doch gerade in der Tatsache, dass Backpacker-Urlaub ein sehr einfach gestalteter Urlaub ist, der zudem sehr kostengünstig ablaufen soll, liegt eine enorme Wichtigkeit in der richtigen Vorbereitung und Planung des Urlaubs. Außerdem sind auch nicht alle Länder wirklich für jeden optimal als Backpacker-Urlaub.

Die Ausstattung – bereits der Rucksack selbst sollte gut gewählt werden

Man sollte bedenken, dass alles Wichtige in einen Rucksack passen muss. Dabei darf der Rucksack ebenfalls nicht zu schwer werden, da später bei längeren Märschen jedes Gramm schon eins zuviel sein kann. Die Besonderheiten beginnen bereits beim Rucksack selbst. Hier sollte wirklich nicht gespart werden. Großes Volumen, viele Staufächer, ein großer Tragekomfort sowie eine hochwertige Verarbeitung, dass der Rucksack nicht an allen Nähten platzt nach etwas mehr Beanspruchung, sind alles absolute „Muss“-Punkte. Auch wäre es nicht schlecht, ein Modell zu wählen, dass eine wasserdichte Abdeckung beinhaltet. Neben dem Schutz vor Nässe wird es zudem schwieriger, unbemerkt Gegenstände aus dem Rucksack zu entwenden. Bei der Bekleidung richtet man sich natürlich stark nach der Region, die man bereisen möchte, aber hier sind ebenfalls immer robuste Kleidungsstücke vorzuziehen. Auch das Schuhwerk sollte sehr bequem und Fest sein. Dabei müssen die Textilien allesamt gut zu reinigen sein, da wegen des fehlenden Platzes nur sehr wenig mitgenommen werden kann. Sämtliche Kleidungsstücke sollten dabei extra nach frisch und getragen abgepackt werden. Am besten so, dass selbst bei Dunkelheit gut zu erkennen ist, welche Tüte oder Verpackung was enthält. So sollte ferner ein Minimum an medizinischer Versorgung dabei sein.

Regel beim Backpacker-Gepäck: weniger ist oftmals mehr

Besonders Medikamente gegen Magen- und Darmreize, Kopf- und Zahnschmerzen sowie Erkältungsmedizin dürfen nicht fehlen. Dazu kommt natürlich noch auf die Region zugeschnittene Medizin, denn diese sieht in den Tropen bestimmt anders aus, als in der gemäßigten Zone. Auch zur täglichen Morgentoilette sollte man sich auf die notwendigen Dinge beschränken, also ein Aftershave oder ein Parfüm im Glas-Flakon wäre dabei Platzverschwendung und enormes, zu vermeidendes Gewicht. Je nachdem, wie extrem das Backpacking geplant ist, gehören Taschenlampe, ein kleines Zelt, einfaches Kochgeschirr, ein leichter Schlafsack und eine Schlafmatte zur Ausstattung. Beim Packen des Rucksacks sollte immer das, was oft benötigt wird, ganz oben seinen Platz finden, denn ansonsten herrscht schon nach kurzer Zeit großes Chaos im Rucksack und es geht womöglich sogar etwas verloren. Wertgegenstände und Ausweisdokumente sollten immer möglichst am Körper getragen werden, denn wenn der Rucksack nur eine Sekunde unbeaufsichtigt ist, kann er in manchen Ländern schon verschwunden sein. Das wäre nicht nur sehr unangenehm, sondern außerordentlich schwierig, ohne Geld an die nächste deutsche Botschaft zu gelangen. Entsprechend gehören wichtige Adressen im Urlaubsland zu den Gegenständen, die ebenfalls am Körper getragen werden sollen.

Übernachtungen, Arbeiten vor Ort

Neben Travellerschecks sind Kreditkarten in vielen Ländern kein Problem. Am besten ist es hier wieder, wenigstens zwei verschiedene Karten mit sich zu führen, die Geheimnummern am besten nur im Kopf zu haben und die Karten separat verstauen. Viele Backpacker bevorzugen das Übernachten in Hostels, welche sich hauptsächlich in westlichen Ländern befinden oder in Gästehäusern. Wenn etwas während des Urlaubs dazuverdient werden soll, gilt es unbedingt, sich über die Voraussetzungen zu erkundigen, die für Ferienjobs und dergleichen benötigt werden, also ein entsprechendes Visum etc. Eine Vielzahl an einschlägigen Gästehäusern und Hostels findet sich in den Lonely Planet Reiseführern, die fast schon eine Backpacker-Bibel darstellen. Doch wer Lust hat, kann auch über Internetportale Dienste finden, bei denen privat kostenloses Übernachten angeboten wird. Meist beteiligt man sich nur am täglichen Haushaltsalltag und hilft etwas mit. Wichtig ist dafür jedoch ebenfalls, dass entsprechende Übernachtungsplätze oftmals weit im Voraus geplant bzw. reserviert werden müssen. Außerdem hilft das Internet mit vielen Foren weiter, die es so ziemlich für jedes Land gibt. Dort kann man sich insbesondere nach günstigen Verkehrsmitteln wie Bussen und Zügen erkundigen. Aufgrund unterschiedlicher Sicherheitsverhältnisse in den einzelnen Ländern muss Backpacker-Urlaub auch unterschiedlich geplant werden.

Zu bereisende Länder sollten an den eigenen Erfahrungen festgemacht werden

Gerade südamerikanische und afrikanische Länder gelten als sehr gefährlich und somit ist von langen Überlandreisen, zum Beispiel per Anhalter, aber in manchen Ländern sogar mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dringend abzuraten. Wer mehr Wert auf Sicherheit legt, wird gerade seinen ersten Backpacker-Urlaub in sicheren Regionen wie westlichen Ländern, Australien, Nordamerika oder Asien planen. So gilt beispielsweise Südostasien als eine der sichersten Regionen weltweit. Selbst Frauen sind hier oftmals alleine auf Backpacker-Tour anzutreffen. Hier sind es insbesondere die Länder wie Thailand, Kambodscha, Laos und Vietnam, die zu klassischen Backpackerzielen gehören. Die Philippinen hingegen bergen auf den südlichen Inseln wieder hohe Risiken. Wie man also erkennen kann, ist es explizit die Planung und die Vorbereitung, die einen tollen Backpacker-Urlaub ausmachen. Die falsche oder gar keine Planung können den ganzen Trip ansonsten zu einem echten Reinfall werden lassen. Gerade als Anfänger sollte man mit leichten Ländern und Kontinenten wie Thailand oder Australien beginnen, ebenso sollte man Überlandreisen an die persönlichen Erfahrungen anpassen. Wenn dann die Vorbereitung und Planung passen, wird es garantiert ein erinnerungswürdiges Erlebnis.