Warum man mal eine Hütte auf Island mieten sollte

Hütte auf Island

Eine Hütte auf Island bewohnen – das ist eine Form von Abenteuerurlaub, die das Campen noch übertrumpfen kann. Fakt ist, dass auf Island das Wildcampen in Naturschutzgebieten, die allerdings besonders reizvolle Reiseziele darstellen, absolut verboten ist.

Wer sich auf den Weg durch die faszinierende Natur Islands macht, muss aber um die Unterkunft nicht fürchten. Zahlreiche Hütten, die explizit für Besucher bereitstehen, machen die Übernachtung in der wilden und ungezähmten Natur Islands möglich.

Unkomplizierte Abwicklung

Die Anmietung einer Hütte auf Island ist ziemlich unkompliziert. Einige der Hütten werden von einem sogenannten Hüttenwart verwaltet. Dieser gibt den Schlüssel für die Hütte aus, kassiert die Miete und kontrolliert auch, ob die Hütte nach der Nutzung sauber und gefegt wieder hinterlassen wurde. Einige Hütten auf Island werden heute sogar noch ganz unkompliziert und völlig ohne Verwaltungsaufwand zur Verfügung gestellt. Die Hütten stehen offen, sind also für jedermann zugänglich. Nach der oder den Übernachtungen wird der Obulus für die Hüttennutzung in einen Kasten, der sich am Eingangsbereich befindet, völlig unkompliziert und auf Vertrauensbasis eingeworfen. Diese Hütten können spontan auf der Tour durch Island genutzt werden und basieren auf dem Motto „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“. Letztere Hütten sind aber in den letzten Jahren seltener anzutreffen, da viele Besucher dieses Vertrauen missbraucht haben und die Hütten nicht sauber hinterlassen haben. Hütten mit Hüttenwart sind aber weiterhin zahlreich in Island anzutreffen.

Selbstversorgung

Wie auch die Campingplätze hierzulande, funktionieren die Hochlandhütten Islands auf der Selbstversorgerbasis. Das heißt, dass die Lebensmittel unbedingt selbst mitgebracht werden müssen, denn Einkaufsmöglichkeiten gibt es unterwegs nicht. Praktisch ist, dass die Natur auf Island so sauber ist, dass man auf das Mitnehmen von Getränken verzichten kann, denn jeder Fluss bietet sauberes Wasser, das man ohne Probleme auch als Trinkwasser nutzen kann.

Wer ganz sicher gehen will und eine feste Route hat, kann das feste Dach in Form einer Hütte auch bereits im Vorfeld reservieren. Praktisch ist, dass die Hütten in den Naturschutzgebieten maximal einen Tagesmarsch voneinander entfernt liegen, man somit immer abends jeweils ein Nachtlager hat, das vor möglichem Regen oder sogar Sturm besser als ein Zelt schützt und dass den Vorteil hat, dass man lediglich das eigene Gepäck und nicht noch zusätzlich ein Zelt herumtragen muss.

Besonders reizvoll ist das Übernachten in den naturnahen Hütten übrigens im Juli, denn in diesem Monat werden die Nächte in Island nicht komplett dunkel. Dazu kann man die Natur hautnah spüren und riechen – ganz wie im Zelt nur eben doch etwas komfortabler mit Toilette und Wasseranschluss.

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